Kickboxen

Anzahl Aktive: ca. 25

 

Geschlecht: männlich + weiblich

Alter (von-bis): 6 - offen

 

Aktivitäten:

Turniere / Vereinsmeisterschaften

Kinder- und Erwachsenenfreizeiten

 

Spartenleitung u. Ansprechpartner: 

Rolf Sinemus

Tel. (01 70) 3 40 40 67

rsinemus(at)diemelstadt-rhoden.de

 

Trainer:

Rolf Sinemus

Frank Makowski


  

Kickboxen ist eine systemübergreifende Kampfsportart, die ihren Ursprung in den USA hat und Mitte der 70er Jahre seinen Einzug in Deutschland hielt. Wie der Name schon sagt, verbindet es das Schlagen (aus dem Boxen) und das Treten (aus asiatischen Sportarten) zu sinnvollen Kombinationen. Aus den verschiedensten Stilen wurden Tritte entnommen und verbessert. Durch die Kombination zwischen den Fausttechniken und den Fusstechniken ist Kickboxen zu einer effektiven Kampfsportart geworden. Kickboxen ist aber auch ein sportlich fairer Wettkampf nach festen Regeln, der ein hohes technisches Können, eine gute Kondition und eine ausgereifte Kombinationsfähigkeit sowie Spontanreaktion erfordert. Es ist für Damen und Herren gleichermassen geeignet. Bei Wettkämpfen im Kickboxen ist eine vorgeschriebene Schutzausrüstung immer Pflicht.Hierbei sind wir dem Hessischen Kickboxverband e.V. (HKBV) und somit auch der WAKO-Deutschland e.V. angeschlossen. Allein bei der WAKO sind momentan (Stand: 2017/18) ca. 360 Vereine/Schulen in den Landesverbänden vertreten und seit 2017 ist die WAKO Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

 





Wettkampftraining:


 

Bilder einer Trainingseinheit:


Wichtige Kickbox-Regeln zusammengefasst, erlaubte Kampftechniken beim Kickboxen:

 

 

Handtechniken im Vollkontakt:

 

Jab - Faustschlag mit vorderer Hand

Punch - Faustschlag mit hinterer Hand

Hook - Haken

 

Handtechniken im Leichtkontakt:

 

Jab - Faustschlag mit vorderer Hand

Punch - Faustschlag mit hinterer Hand

Hook - Haken

Backfist - Faustrückenschlag

 

 

Handtechniken im Semikontakt:

 

Jab - Faustschlag mit vorderer Hand

Punch - Faustschlag mit hinterer Hand

Hook - Haken

Backfist - Faustrückenschlag

Ridgehand - Innen und Außenhandkante

 

 

Fußtechniken:

 

Frontkick - Vorwärtstritt

Sidekick - Seitentritt

Roundhousekick - Halbkreistritt mit dem Fußspann oder dem Fußballen

Hookkick - Hakentritt mit der Ferse oder dem Ballen

Crescentkick - Kreistritt mit Innen-/Außen-Fußkante

Axekick - Axttritt

Jumpkick - Sprungtritt

Footsweep Fußfeger - (in jeder Form, nur in Höhe des Knöchels, Trefferfläche ist der Fußschutz)

 

 

Point Fighting:

  1. Kampffläche:
    Die Wettkämpfe werden in der Regel auf Mattenflächen ausgetragen. Die Wettkampffläche ist ein Quadrat von 6 x 6 oder 8 x 8 Metern.
     
  2. Wertungen:
    Jede saubere, kraftvolle und gut kontrollierte Technik, die ein erlaubtes Ziel mit leichtem Kontakt trifft, wird nach Schwierigkeitsgrad folgendermaßen bewertet:

    1 Punkt für Handtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für Fußtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für ausgezeichnete Fußfeger
    2 Punkte für Fußtechniken aller Art zum Kopf
    2 Punkte für Fußfeger mit sofortiger Folgetechnik
    2 Punkte für gesprungene Fußtechniken zum Körper
    3 Punkte für gesprungene Fußtechniken aller Art zum Kopf

    Nach jedem erkannten Treffer wird gestoppt und die Bewertung bekanntgegeben.
     
  3. Kampfzeit:
    Die Kampfzeit bei Turnieren erstreckt sich auf zwei oder drei Runden a'2 Minuten pro Kampf. Die Zeit darf nur unterbrochen werden bei Verletzungen oder wenn die Sicherheitsausrüstung nicht in Ordnung ist.

  4. Kampfrichter:
    Jede Wettkampffläche untersteht der Aufsicht eines Hauptkampfrichters. Seinen Anordnungen ist sowohl von den Kämpfern als auch von deren Betreuern strikt Folge zu leisten.

    Jeder Wettkampf wird von einem Hauptkampfrichter und zwei Punktrichtern geleitet. Der Hauptkampfrichter und die Punktrichter bewegen sich mit den Kämpfern frei auf der Kampffläche, so dass sie das Kampfgeschehen deutlich überblicken können. Bei Erkennen eines Treffers wird der Kampf durch das Kommando des Kampfrichters gestoppt. Treffer werden bei Übereinstimmung der Kampfrichter oder bei Stimmenmehrheit anerkannt.

 

 

Leichtkontaktkickboxen:

  1. Kampffläche:
    Die Wettkämpfe werden in der Regel auf einer Mattenfläche ausgetragen. Die Wettkampffläche ist ein Quadrat von 6 x 6 oder 8 x 8 Metern. Die Kämpfe können auch in einem Boxring ausgetragen ie Wettkampffläche ist ein Quadrat von 6 x 6 Metern. Die Fläche sollte möglichst aus einem Boxring bestehen.

  2. Wertungen:
    Jede saubere, kraftvolle und gut kontrollierte Technik, die ein erlaubtes Ziel mit leichtem Kontakt trifft, wird nach Schwierigkeitsgrad mit dem elektronischen System oder Punktezetteln folgendermaßen bewertet:

    1 Punkt für Handtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für Fußtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für ausgezeichnete Fußfeger
    2 Punkte für Fußtechniken aller Art zum Kopf
    2 Punkte für Fußfeger mit sofortiger Folgetechnik
    2 Punkte für gesprungene Fußtechniken zum Körper
    3 Punkte für gesprungene Fußtechniken aller Art zum Kopf

  3. Kampfzeit und Rundenzahl:
    Die Kampfzeit bei Turnieren erstreckt sich auf zwei oder drei Runden a'2 Minuten pro Kampf. Die Zeit darf nur unterbrochen werden bei Verletzungen oder wenn die Sicherheitsausrüstung nicht in Ordnung ist.

  4. Kampfrichter:
    Der Kampfrichter ist dafür verantwortlich, dass der Kampf sauber und fair, d. h. nach den Regeln geführt wird. Er muss Regelwidrigkeiten, wie z. B. zu harten Kontakt, direkt ahnden. Der Kampfrichter ist dafür verantwortlich, dass der Kampf nur dann geführt oder weitergeführt wird, wenn beide Kämpfer absolut kampffähig sind. Beim geringsten Verdacht einer Verletzung muss der Kampf unterbrochen werden.

Vollkontaktkickboxen:

  1. Kampffläche:
    Die Wettkampffläche muss aus einem Boxring bestehen. Die Größe der Kampffläche sollte möglichst 6 x 6 Meter betragen. Nur bei Anfänger-Turnieren darf auch auf eine Matte ausgewichen werden.

  2. Wertungen:
    Jede Runde wird nach wirkungsvollen Treffern, nach der Effektivität der Angriffe und der Verteidigung, nach der Kombinationsfähigkeit und dem taktischen Verhalten sowie nach dem sportlichen Gesamteindruck bewertet.

  3. Kampfzeit und Rundenzahl:
    Die Kampfzeit beträgt pro Runde 2 Minuten, die Pausen betragen 1 Minute. Bei Turnieren sollen jeweils 3 Runden, bei Mannschaftsbegegnungen 3 Runden und bei Einzel-Titelkämpfen 5 Runden angesetzt werden.

  4. Kampfrichter:
    Der Kampfrichter ist dafür verantwortlich, dass der Kampf nur dann geführt oder weitergeführt wird, wenn beide Kämpfer absolut kampffähig sind. Beim geringsten Verdacht oder Anhaltspunkt einer Kampfunfähigkeit muss mit dem Anzählen begonnen werden bzw. bei einer Verletzung muss der Kampf unterbrochen werden.

    Im Falle des Anzählens muss der andere Kämpfer in eine neutrale Ecke geschickt werden; im Falle einer Verletzung ist sofort der Ringarzt hinzuzuziehen. Das An- oder Auszählen geschieht im Sekundenrhythmus von 1 - 10; die Zahl 10 bedeutet das "AUS". Es wird über das Rundenende hinaus weitergezählt.

    Ein Vollkontaktkampf soll vom Kampfrichter nur unterbrochen werden, wenn ein Kämpfer am Boden ist, bei einem "knock-out", bei Verletzungen, zur Ermahnung oder bei Erteilung von Minuspunkten, wenn die Sicherheitsausrüstung nicht in Ordnung ist oder wenn ein Kämpfer, sein Coach oder der Ringarzt den Kampf beenden wollen.

  5. Punktrichter:
    Bewertet wird jeder Kampf durch 3 Punktrichter. Jede Runde wird mit der Punktzahl abzüglich evtl. Minuspunkte durch Fouls, fehlende Fußstöße oder Niederschläge mit dem elektronischen System oder Punktezetteln bewertet. Das Gesamtergebnis ergibt sich aus der Addition der Runden-Resultate. Der Kämpfer erhält folgende Wertung:

    1 Punkt für Handtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für Fußtechniken aller Art zum Körper
    1 Punkt für ausgezeichnete Fußfeger
    2 Punkte für Fußtechniken aller Art zum Kopf
    2 Punkte für Fußfeger mit sofortiger Folgetechnik
    2 Punkte für gesprungene Fußtechniken zum Körper
    3 Punkte für gesprungene Fußtechniken aller Art zum Kopf

 

Freestyle Formen:

 

Ist vergleichbar mit Bodenturnen, Gymnastik oder Eiskunstlaufen, bei dem Kickboxtechniken nach freier Wahl aneinandergefügt und mit oder ohne Musik vorgetragen werden. Bewertet wird der Vortrag durch mehrere Punktrichter nach sportlichem Können, Ausstrahlung und Gesamteindruck.

 

Man unterscheidet folgende vier " FREE-STYLE" Disziplinen:

  • Hard-Style (gekennzeichnet durch " HARTE" Techniken, vorwiegend aus den Bereichen Karate und Tae-Kwon-Do)
  • Soft-Style (gekennzeichnet durch " WEICHE" Techniken, vorwiegend aus den Bereichen Kung-Fu und Wushu)
  • Hard-Style mit Waffe (verwendete Waffen: Kama, Sai, Tonfa, Bo, Katana)
  • Soft-Style mit Waffe (verwendete Waffen: Naginata, ein oder zwei Tai CHI Chuan Schwerter, Kette/Peitsche, Wu-Shu Langstab, Doppelschwert aus dem Tai Chi Chuan, ein oder zwei Hakenschwerter)).

 

Die einzelnen Disziplinen sollen getrennt voneinander vorgetragen werden.

Der Starter muss zwischen Hardstyle oder Softstyle wählen. Er kann in nur einer Kategorie mit und ohne Waffen antreten.

Für den Formenwettbewerb gibt es keine feste Bekleidungsvorschrift. Die Starter können jeden legalen, sauberen, anständigen Kickboxanzug tragen. Im Hardstyle müssen die Starter jedoch barfuß sein. Wohingegen im Softstyle (von den Kampfsportausstattern ausgewiesene, kampfsporttaugliche) Schuhen gestartet werden darf.

Es wird in unterschiedlichen Altersklassen gestartet und je nach Altersklasse mit unterschiedlichen Punkten bewertet.

 

 


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Wie ist unser Sport entstanden?
Wie hat er sich entwickelt?
Was leistet Kickboxen im Breitensport?
Was leisten unsere Sportler im Hochleistungsbereich?
Was leisten die vielen ehrenamtlichen Trainer und Funktionäre?
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